von den Barrikaden befreit

Seit dem meine Mutter mir vor 3 Tagen von ihrer scheinbar Hellseherischen Komponente in ihren Träumen erzählte, bombardiert mich mein Unterbewusstsein jede Nacht, zum Teil mit dermaßen kranken Bildern dass ich es nicht mal wagte meiner Psychiaterin davon zu erzählen, der ich sonst wie ein Wasserfall gegenüber trete. Die nun doppelte Dosis Neuroleptika hilft mir zwar gut über den Tag zu kommen doch Nachts bin ich mir selbst hilflos ausgeliefert. Dabei sind es nicht die von Gewalt überschwemmten Hass Träume die mich quälen, bemerkenswerter weise sind das die einzigen Morgen an denen ich unbeschwert den Tag beginnen kann. Diese hinterlassen kein Tiefes Depressives Loch das rabiat mit Ablenkungsorientierten Inhalten gestopft werden muss, nur um nicht von morgens bis abends an Ishita denken zu müssen.

Ishita, moja Draga…

Letzte Nacht begegnete ich ihr. Sie trug ein schwarzes enges kurzes Kleid. Das Licht der Gehweg Laternen ritzte ihre ersten Fältchen aus, als sie mir grinsend Gegenüber stand. “Wo warst du denn die ganze Zeit?” “Wieso? Du hast dich doch nicht gemeldet…” antwortete sie grinsend und schritt mir voraus. Nur eine Frage beschäftigte mich, hat sie schon einen neuen? Doch schien mir die Hoffnung zu kostbar, um sie jetzt schon zu zerstören. So unbekümmert streift sie vor mir durchs Leben, jeder Gefahr die die Nacht mit sich bringt naiv ausgesetzt und doch scheint es, als würde stets ein Engel über ihr Wachen und uns aus dem Hoch umliegenden Wohngeschossen gewissenhaft beobachten. So wohlig das Gefühl ihr wieder ganz nah sein zu dürfen. “Wollen wir was machen?” “Du, ich muss jetzt erst mal nach Hause aber du kannst mich gerne begleiten.” so legte ich meinen Arm um ihre Taille, doch es vergingen einige Sekunden bis ich feststellte, dass sie es dieses eine mal auch wirklich genoss. Ihr grinsen brannte förmlich Sonnenschein in mein dunkles Wesen und ich verlor mich darin. “Mein Handy war kaputt, deshalb konnte ich mich nicht bei dir melden.” “Na jetzt bist du ja da” antwortete sie.

Hektik verschlang die Atmosphäre als sie mich ins Wohnzimmer abstellte und dem Kindergeschrei in den Flur folgte. “Ich bin sofort wieder bei dir.” Das grelle Licht aus dem Flur legte sich über die Coutsch, des einzig vom Fernseher beleuchteten Zimmers. Ihre Eltern saßen Steif auf der schwarzen Leder Cousch und starrten mich fragend und prüfend an. Weiter hinten im Raum saß ein junger Mann mit den Gedanken scheinbar ganz wo anders und würdigte mich keines Blickes. “Du bist also ihr Freund ja?” fragte mich der alte Herr auf der Cousch. “Ja wir sind nur befreundet.” antwortete ich. “Du bist also nicht an ihr… interessiert?” wobei er das letzte Wort besonders betonte und ihre Mutter erwartungsvoll zu grinsen begann. Nach kurzem Zögern antwortete ich “Doch schon…” einwenig zweifelnd in dem Gefühl verhört zu werden. “Du bist nicht gut für sie!” antwortete der alte während die Mutter in selbstschätzender Weisheit zu nicken begann. “Das habt ihr doch gar nicht zu entscheiden.” brach es aus mir hervor. “Sie ist eine erwachsene Frau und muss ihre eigenen Erfahrungen machen! Ich will sie um jeden Gott verdammten Preis!” erst in diesem Moment sah ich Ishita aus dem Flur zu mir rüber grinsend, mit einem, in ein weises Deckchen gehöhltes Kind in ihren Armen wiegend. Jemand sprach zu ihr, worauf sie sich um drehte, der Stimme folgend wieder ins Kinderzimmer verschwand. Als hätte ich einen Röntgen Blick folgte mein Blick der Wand entlang, welche uns trennte. Nun starrten die Eltern stillschweigend und Regungslos zum Fernseher hinüber als wäre ich gar nicht mehr da. Es ist ein großes Zimmer mit einem massiven Holztisch und einem kugelrunden Teppich unter mir. Ich schritt Richtung Fenster zum Balkon doch kurz bevor ich einen bewussten Blick ins Dunkel werfen konnte, sprach der Junge Mann, sich selbst aus seiner Eigenwelt gerissen “Du musst vorsichtig sein…” “Wie?” “Du könntest raus fallen…” wobei er mich weiter hin keines Blickes würdigte. Da schritt Ishita wieder in den Flur, ihre Aufmerksamkeit jedoch ganz der zu ihr sprechenden Person gerichtet, dessen Worte ich nicht verstehen kann. Ich will zu ihr rüber gehen und sie ganz fest drücken, doch sie muss sich um ihr Kind kümmern. “Hat sie einen Freund?” fragte ich den jungen Mann. “Ja, hat sie…” ”Ishita, verlass mich nicht…” schoss es mir durch den Kopf. Nun folgten wieder die prüfenden Blicke der alten als ich die ersten Schritte Richtung Kinderzimmer hinter mir brachte, als Ishita mir auch schon entgegen kam. “Was ist los?” fragte sie. “Ach nichts.” antwortete ich, unfähig sie selbst zu fragen. “Es ist doch alles gut.” sprach sie lächelnd. Es zermürbte mich…

Die Realität, ein tiefes Loch, das erwachen. Schon wieder dieses quälende Verlangen ihr zu schreiben. “Nein ich darf nicht.” “Aber ich liebe sie!” “Aber sie wird dir das Herz brechen!” Eineinhalb Wochen seit meinen 2 Zusammenbrüchen und dem Besuch bei der Notfallaufnahme vergoss ich kaum eine Träne. Doch an diesem Morgen von allen inneren Barrikaden befreit, schrieb ich wie ein ein kleines Kind weinend diesen Traum auf, in der Hoffnung soviel festhalten zu können wie möglich. Vor allem das Gefühl sie noch ein letztes mal im Arm gehabt zu haben. Und erst bei dem letzten Satz erkannte ich, es ist nun genau 12 Tage und 2 Stunden her, dass ich ihre SMS las, mit der sie Schluss machte.

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Ver-rückt

Seit über 3 Monaten besuche ich meine fucking Therapeutin ohne zu wissen das es sich bei meiner Therapie um Tiefenpsychologie handelt. Schon während meines Stationären Aufenthalts zum Qualifizierten Entzug hatte ich Angst davor das Aufräumen meiner Seele ganz den Ärzten zu übererlassen und noch mehr Angst davor irgendwelche Medikas zu fressen… sah so einige ruhig gestellte Patienten welche völlig verpeilt, wie auf ner Überdosis MDMA, lächelnd zum Rauchen vor die Tür gingen und einem grinsend und treudoof von ihren Suizid Gedanken erzählten. Doch ohne Vertrauen geht gar nichts. Wer nicht bereit ist seinem Therapeuten alle seine tiefsten Geheimnisse zu offenbaren kann es auch gleich bleiben lassen. Es bleibt mir gar nichts anderes übrig als mich auf meine Ärzte zu verlassen. Nur vermittelt mir meine Therapeutin selbst, einen sehr bedenklichen Geistes Zustand weshalb ich mich dazu entschloss mich selbst über Tiefenpsychologie zu informieren. Ein Psychologie Buch nach dem anderen landet auf dem Tisch und wird genussvoll gefressen. Fazit der Geschichte: Wenn man nur die richtigen Fragen stellt entpuppen sich ausnahmslos alle Menschen um einen herum als Geisteskrank. Der eine mehr, der andere weniger. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. “Es zeugt nicht von Gesundheit sich einer zutiefst kranken Gesellschaft angepasst haben.” Lasse ich meiner Phantasie freien lauf schwinge ich den Eisernen Besen über Deutschland. Als Kranker brauch ich gar nicht darauf zu hoffen, irgendwann gesunde Menschen zu finden, wo ich doch ohne hin bezweifle, dass es diese überhaupt gibt. Tiefenpsychologie: Hol die Scheiße aus dem Kern hervor und durch lebe es neu. Ver-rückt. Zuviel Scheiße ins Unterbewusstsein verrückt. Kein Plan wie viel Hass in meinem tiefsten Innern bebt. Sagte mir ne Freundin, wenn die Scheiße erst mal an Tageslicht kommt, bist du völlig im Arsch. Ich freue mich auf die Hölle die ich Vergangenheit schimpfe. Latente Angstzustände die einem das Augenlicht verzerren. Buddel so tief wie du willst und begrabe deine Neurosen. Irgendwann drückt ja doch eine Blüte ihren Kopf zur Oberfläche…

Genug Leichen im Keller, wird Zeit mal auszumisten…

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Wahre Liebe?

Zu wissen was man will, setzt voraus, zu wissen wer man eigentlich ist. Wenn wir uns der Romantischen Vorstellung ergeben, dass nur die bedingungslose Liebe und bedingungsloses Vertrauen zu einem anderen Menschen, uns vervollständigen und erfüllen, und uns von dem Drang befreien, unaufhörlich suchen zu müssen, so können wir nur zu zweit erkennen wer wir wirklich sind. Die Bedeutung dessen jedoch ist sich kaum einer bewusst, nämlich diese, dass man sich alleine, nie Vollständig und Erfüllt fühlen kann, was wiederum mit einer Abhängigkeit gleich zu setzen ist, welche wiederum dem Prinzip der Natur entspricht… Kalt-Warm, Tag-Nacht, Fest-Flüssig. Erst wenn es das eine gibt, gibt es auch das andere, weshalb die bloße Existenz von beidem Abhängigkeit bedeutet…

/Einzige Alternative (Die Lehre Buddhas – Enthaltsamkeit)/

Doch warum scheitern wir Menschen bei der Suche nach der wahren Liebe?
Weil die Suche selbst der falsche Weg ist… Weil wir Menschen der Meinung sind, nach ihr suchen zu müssen, und die Liebe somit als etwas Passives betrachten. Etwas, dass von aussen auf uns zu kommt. Etwas, das wir festhalten müssen, anstatt es selbst zu Schaffen. Suchen nach dem Richtigen, den wir lieben können. Erlauben uns keinen Zweifel daran, das wir Aktiv lieben können. Doch warum sollten wir nach ihr suchen, wenn wir selbst die Liebe geben? Warum glaubst du, dass es dein Gegenüber ist, der dir die Liebe ermöglicht? Geht es nicht darum, Liebe zu empfinden, sondern Liebe zu empfangen? Können wir Liebe empfinden, ohne Liebe zu geben?

Glauben wir doch, das jemanden zu lieben einfach ist, weil das “sich Verlieben” so einfach ist. Liegt es doch in der Natur des Menschen, in der Befriedigung seiner Neugier, durch einen neuen Menschen in unserem Leben, das Gefühl zu erhalten, Lebendig zu sein.
Erst wenn die Neugier an Nahrung verliert, der neue Mensch zu etwas gewohntem wird, zu jemanden, den wir nun zu kennen glauben, und das Verlieben überschritten wurde, erst wenn wir bereits glauben, mit jemandem eins geworden zu sein, liegt es nur noch an uns selbst, zu lieben… an uns selbst, Liebe zu geben.

Also frage ich mich… Lässt sich wahre Liebe an ihrer Dauer messen? “Bis der Tod uns scheidet” wie die Mutter die ihre Kinder liebt, selbst wenn es schwer krank und Pflegebedürftig wird? Doch wie viele Paare kennst du, die lange genug (glücklich) zusammen geblieben sind, um eine solche wahre Liebe repräsentieren zu können? Und wie lange ist Repräsentativ? Ist doch die Gesellschaft selbst der größte Beweis für unsere Unfähigkeit wirklich zu lieben. Und wir sind die Generation die nun lernen muss damit umzugehen…

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Fussspuren im Schnee

Ich hatte heute einen Traumhaften Abend, der mir zum wiederholten male eines verdeutlicht. Mein Leben lang habe ich das Sex Ding total überbewertet. Hatte ich in den letzten Monaten so viele schmutzige Phantasien verwirklicht, meiner Perversen Ader ihren freien lauf gelassen, und stelle nun immer wieder fest, wie kurz diese Befriedigung jedes mal doch angehalten hatte. Wie wenig mich diese Erfahrungen Emotional bereichern. Wahrscheinlich hatte meine Therapeutin recht behalten, als sie sagte “über ihre ersten Sexuellen Erfahrungen als Kind, haben sie verzweifelt versucht, ihr Bedürfnis nach Zuneigung und Nähe zu stillen.”

Meine ersten Sexuellen Erfahrungen sammelte ich tatsächlich schon in dem zarten Alter von 3 oder 4 Jahren, und zwar im Kindergarten am Billbrookdeich. Verbinde ich doch eigentlich nur negative Erinnerungen mit dieser Zeit, so blieb mir eine, zum Teil Positive Erinnerung erhalten, die mich bis heute noch schmunzeln lässt.
Sich vor einem Mädchen, welches mir Optisch eigentlich nicht gefallen hatte, nackig aus zu ziehen, und sie dazu zu bewegen das gleiche zu tun. Mit 3 oder 4 Jahren?
Tatsächlich kann ich mich nicht erinnern, jemals mit irgendeinem Menschen darüber gesprochen zu haben, bis meine Mutter vor einigen Wochen ein altes Foto aus dieser Zeit auspackte, worauf sämtliche Kindergarten Kinder abgebildet gewesen sind, ich mit dem Finger auf eben dieses Mädchen zeigte, und meine Mutter zu schmunzeln anfing und sagte… “Ja, das schien damals eine gute Freundin von dir gewesen zu sein. Immer wenn du mit ihr auf dem Hof gewesen bist, sammelte ich dich nackig ein!”

Doch wie kommt ein Junge, der mehr noch als das doppelte seines bisherigen Lebens bis zur Pubertät vor sich hat, dazu, seine Sexualität aus zu leben?

Als frisch eingewanderte Ausländer, lebten wir, laut meinen Eltern, in einer Art Wohncontainer. Ein Zimmer… mehr nicht. Merkwürdigerweise erinnere ich mich so gar nicht mehr an dieses Zimmer, oder gar, an die Dinge, die ich dort möglicherweise sah.
Wenn ich also versuchte mein Bedürfnis nach Zuneigung und Nähe über meine Sexualität zu stillen, musste ich das beobachtet/nicht anders gelernt haben, doch, woher das so starke Bedürfnis nach Nähe und Zuneigung?

Ich konnte schon Sprechen… aber nur mit sehr wenigen Kindern. Die Deutsche Sprache lernte ich nur langsam während der Grundschule. Erinnre mich daran, wie eine Klassenkameradin mich dafür lobte, dass ich das Wort Sonne sprechen konnte.

Erinnre mich an einen Jungen aus meiner Kindergartenzeit, mit dem ich befreundet gewesen bin und wie wir versuchten uns die Kletterlandschaft auf dem Spielplatz unter den Nagel zu reissen. Haben die Erzieher den Hof erst einmal verlassen, schmissen wir Steine und Flaschen, mit der Absicht, die Jungs oben, dazu zu bringen, freiwillig runter zu kommen. Waren diese Jungs meist älter, haben sie uns einfach nicht rauf gelassen, sind uns auf die Finger getreten, sobald wir versuchten hinauf zu klettern. Also nutzten wir unseren Vorteil, reichlich Munition vom Hof sammeln zu können. Doch die Fronten waren alles andere als einheitlich… waren wir selbst mal diejenigen, die oben drauf unter Beschuss genommen wurden, traf mich ein Stein am Kopf und katapultierte mich blutend ins Krankenhaus.
Erinnre mich sogar daran, merkwürdigerweise keine Angst gehabt zu haben, als der Arzt mir die Wunde am Kopf behandelte. Frage mich nun, während ich das hier schreibe, ob nicht genau an diesem Tage, sich erste Psychische Blockaden bemerkbar machten? Hatte ich doch sonst immer Angst gehabt. Vor allem und jedem.
Erinnere mich, wie die Kinder mich dazu überredeten oder zwangen, in einen Busch zu schleichen, in denen massenhaft Bienen herum schwirrten. Erinnre mich an die vielen male, die ich blutend den Busch wieder verließ, meistens ohne gespürt zu haben, dass ich gestochen wurde.
Erinnre mich wage daran, wie meine Mutter mich irgendwann im Krankenhaus abholte, und irgendwie sehr lieb zu mir gewesen ist. Wie unendlich schön dieser Moment war. Wie unbedeutend mir alles andere erschien. Erinnre mich, als wäre es gestern, an die Einsamkeit, die ich in diesem Untersuchungszimmer verbrachte. Erinnre mich an meine Faszination, als ich die Lampen, mit denen der Arzt meinen Kopf ableuchtete, genauer begutachtete. Ein Beweglicher Gigantischer Teller, der über der Pritsche hing… Erinnre mich daran, wie mich die Jungs nach dem Steinvorfall von ihren Schlachten um die Kletterlandschaft ausschlossen. Wo möglich, weil die Erzieher nun ein Auge mehr auf die Kletterburg, oder gar auf mich warfen. Erinnre mich, wie mein damaliger “Freund” mir, in meiner Mutter Sprache sagte “Wir wollen nicht mehr mit dir spielen. Hau ab. Du bist nicht mehr unser Freund…”
Täglich packten die Erzieher eine ganze Palette an Spielsachen für den Hof aus. Mich interessierten vor allem die Wägen, die mit Tretpedalen versehen waren, doch sobald ich ein par Meter nur fuhr, kam irgendein großer und nahm mir diesen weg, weshalb ich später den Hof gänzlich gemieden hatte, da dort zu viele Große waren, vor denen ich Angst hatte.
Erinnre mich, wie mich hin und wieder Gruppen von 4 bis 5 Kindern packten, mich in einen Busch zerrten, mir die Hose auszogen und meinen Schwanz anfassten. Mich dann fallen liessen und lachend davon rannten. Erinnre mich, dass ich es den Erziehern gar nicht mitteilen konnte, wenn irgendwas derartiges vorgefallen war. Dass niemand da war, dem ich mich hätte anvertrauen können. Im Grunde erinnre ich mich daran, oft einsam gewesen zu sein, bis eben zu diesem Moment, an dem ich anfing mich vor dem Mädchen nackt aus zu ziehen.
Wir spielten eigentlich ganz normal mit einander. In einem Gitter Kletter Gestell simulierten wir das alltägliche Leben. Servierten uns Imaginären Tee, kochten in unserer phantasierten Küche, fegten sogar um das Gestell herum den Sand… und mit den Tagen gingen wir immer einen Schritt weiter. Wir spielten Mann und Frau…
Letztendlich verließ ich den Kindergarten, doch ob ich damals das Ausmaß dessen begriffen habe? Habe ich mich von irgendjemanden Verabschiedet? Ich weis es nicht mehr… weis ich doch, trotz al der Scheiße die passierte, mit gemischten Gefühlen gegangen zu sein. Riss mich der Umzug doch während einer eigentlich schönen Zeit davon…

Zurück zu dem heutigen Abend. Eine sehr alte Phantasie ist wahr geworden. Sex mit einer reifen Frau. 16 Jahre Älter, hatte sie einen knackigen und schlanken Körper, wie der einer maximal 30 Jährigen. Ihre Nippel waren riesig und ich lutschte gierig daran. Ihre Schamlippen hingen ein wenig heraus, womit ich nicht rechnete, schon gar nicht damit, das mich das so unendlich geil machen würde. Und als ich meine Finger rein steckte, konnte ich es nicht glauben wie eng sie war. Kann nicht aufhören mich zu fragen, ob sie ihre Orgasmen nur vorgetäuscht hatte, als ich sie fingerte, doch sie ging echt krass ab und wahr danach für einen Moment fix und fertig… und obwohl ich keinen Hochbekam, mir das Gummi von meinem Schlabbernden Schwanz abziehen musste, war es wunderschön.

Rewind…

Es war unser drittes Date. Wir fuhren zuerst in die Bar, oben über dem Thalia Theater, doch mir sagte der Laden nicht wirklich zu. Fuhren dann in die Schanze, doch das Zoe war Rand voll. Beschlossen wir ein par Meter zu laufen, spazierten bis zur Alten Flora, machten dann wieder kehrt, bestellten ein Alkoholfrei und ein Latte Machiato und setzten uns ans Fenster auf die Sitzbank.
Der Raum entspricht in Quadrat Metern ungefähr der Größe einer kleinen Sporthalle. Durch die Mitte des Raumes verliefen 3 Stützfeiler, welche nach oben hin ausgeleuchtet wurden. Die Wände selbst waren dreckig Designet. Es wirkte, als wären der Putz und jegliche Farbe über Jahrzehnte einfach abgefallen. An einigen Stellen schien man zwischen den kahlen Stellen auf Holzbretter zu stoßen. Mehre Reihen gemütlicher Couches im Retrostyle erstreckten sich vor uns. Waren leider alle besetzt.
Drum herum sammelten sich Gruppen zusammen, die, genauso wie wir, nur darauf warteten eine Sitzgelegenheit übernehmen zu können. Zu diesem Zeitpunkt war die Musik relativ Leise, doch das Gequatsche der Menschen erinnerte ein wenig an den Börsen Markt, mit schreienden Aktionären die versuchen ihre Angebote durch zu boxen.
Wir redeten… redeten über sehr Persönliche Dinge… über das clean sein, über schwere Zeiten… erzählte ihr von den Drogen… erzählte sie vom Alkohol… wir hatten beide viel zu erzählen…

Gingen kurz in Kiosk… kaufte mir ne Schachtel Malboro Fresh… rauchte vor dem Zoe… ergatterten dann eine gemütliche Couch… uns gegenüber zwei Frauen, die wir nicht kannten…

Erzählte sie von ihren Kindern und deren Erfahrungen des Erwachsenwerdens, von den ersten Erfahrungen des Verbotenen, Partys und Alkohol… wir redeten dann über unsere Kindheit und stellten fest, dass diese unterschiedlicher nicht sein konnten, doch wir erzählten ohne Scham oder Hintergedanken… redeten über das Bedürfnis mal allem den Rücken zu kehren, einfach das Land zu verlassen… erzählte sie von ihrer Reise nach New York, alleine, in einer Weltmetropole, und dass sie sich gewünscht hätte, solche Erfahrungen schon eher gesammelt zu haben… erzählte ihr, von meinem Studium, auf Grund dessen ich mich dagegen entschieden habe, in Brasilien im Zuge der Entwicklungshilfe ein Jahr zu arbeiten, was ich sehr bereue…

Als sie vom Klo zurück kam, schwiegen wir ein wenig. Dann lächelten wir uns lange an, wie wir es schon einige male taten. “Was denkst du grad?” fragte sie grinsend. “Ich glaube, dass möchte ich jetzt nicht sagen.” “Warum nicht?” “Schüchtern…” “Dafür gibt es überhaupt keinen Grund” “Du gefällst mir” “Du gefällst mir auch” “Ich würde gerne einen Schritt weiter gehen” “Dann geh einen Schritt weiter” und ich beugte mich zu ihr vor.
Unendlich Zärtlich, ihre Lippen. Mit Abstand die Zärtlichsten Küsse meines Lebens. Die Zungenspitze, die vorsichtig raus linst, über meine Lippen streicht… Mein Herz pochte wie verrückt. Spürte es ganz Wild an meinem Brustkorb hämmern. Ich legte meine Hand auf ihr Knie, spürte eine Riesen Ladung Adrenalin. Als wollten meine Arme ausflippen, hin und her rudern als müsse ich rennen… gerade das machte es so intensiv, ihre Lippen auf meinen, meine Hand, welche langsam ihren Schenkel hoch wandert… so zärtlich… so Intensiv… “Ich fühle mich beobachtet” “genau deswegen mag ich mich gar nicht erst um drehen…” meine Hand wanderte weiter, berührte ihre Hüfte… “Ich dachte schon du küsst mich gar nicht mehr…” sagte sie. “Ist vielleicht etwas zu früh, aber, ich habe Sturmfrei.” “Ach das sehe nicht so eng, aber…” “Kannst es dir in ruhe überlegen…” “Wir sollten gehen!”

Auf dem Rückweg die Alster entlang, knutschten bei jedem Halt, zur jeder Roten Ampel… “Siehst du noch jemandem auf dem Eis?” “Nur noch vereinzelte Grüppchen…” “Wollen wir noch rauf?” “Können wir.”

Kaum setzten wir die Füße auf das Eis, küssten wir uns. Umschlangen uns. Mussten uns gegenseitig immer wieder von einander reisen… mitten in der Nacht… mitten auf der Außenalster… unter uns das Todbringende Kalte Wasser… um uns herum die Lichterpracht der leuchtenden Innenstadt… faszinierend… küssten uns wieder… redeten… machten kehrt… küssten uns… fuhren weiter…

“Bis wann hast du sturmfrei?” “Bis Sonntag” “Dachte nicht das ich das noch erlebe” “Was meinst du?” “Naja. Fragen zu müssen, bis wann ein Mann Sturmfrei hat…”

Mein Bruder nicht zu Hause, warf ich Shade ein. Wir küssten uns. Gingen, in den Armen verschlungen, langsam ins Bett. Sie setzte sich, drückte sich von der Kante ins Bett. Ich folgte ihr. Legte mich auf sie. Streichelte ihren unfassbar knackigen Körper. Ihre Hüfte, ihren Bauch, ihre Brust. Zog sie mir den Pullover über den Kopf. Zog ich ihr die Jacke aus. Sie trug unter ihrem Roten Oberteil keinen BH. Ihre Nippel waren Fest und Groß. Gierig lutschte ich an ihnen… rutschte dann mit meiner Zunge tiefer, über den Bauch, über den Nabel… Knüpfte ihr die Hose auf, zog sie ihr aus, dann ihren Slip, und leckte sie. Nur ein kleiner gestutzter Haaransatz über dem Schlitz. Sie stöhnte auf und begann mit der Hüfte zu zucken. Schob mir ihr Becken energisch ins Gesicht. Ich tastete mit der Zunge zwischen den Schamlippen alles ab. Saugte an ihnen und genoss den Geschmack ihres Saftes. Lehnte mich dann wieder über sie, worauf sie anfing meine Hose auf zu knüpfen. Zog sie mir dann runter, legte mich auf sie. Nun drehte sie das Spiel um, rutschte zwischen meinen Arme hervor und legte sich auf mich. Massierte meinen Schlafen Schwanz, begann dran zu lutschen, doch ich spürte schon, dass ich nicht locker lassen konnte, dass mein Schwanz wahrscheinlich nicht mit spielen wird. “Hast du Gummis?” “Ja. Ich hole eins” Ich holte eins, legte mich neben sie, biss die Packung auf und stülpte es mir über, während ich sie küsste. “Endlich mal jemand der das kann.” sagte sie. “Wer was kann?” “Sich ein Gummi überziehen…” “Das ist doch nichts besonderes…” worauf ich mich wieder auf sie legte, während sie nach unten griff und wieder an meinem Schwanz spielte. “Wir müssen ihn wohl noch ein wenig motivieren” doch die Motivierung brachte keine Ergebnisse, also rutschte ich wieder runter und leckte sie ausdauernd. Dann streichelte ich mit meinen Daumen ihren Kitzler, bevor ich noch zwei Finger in ihre Fotze schob, worauf ihr stöhnen wild wurde. Animalisch… ihr Becken zuckte beinahe permanent, während sie mit ihren Händen auf meine ein Drückte, worauf ich ihren Kitzler noch fester massierte, bis ihre Beine meine Hände umschlungen, sie sich auf lehnte und “Pause” rief. “Ich brauch ne Pause”
Dann lagen wir nebeneinander. “Meine Nervosität killt mich gerade ein wenig. Hoffe dass das jetzt kein Drama für dich ist.” “Ne. Alles gut.” ihre Worte schienen routiniert. Aber auch Verständnisvoll. Ich streichelte ihren Körper. Genoss jeden Zentimeter ihrer Haut. Strich noch einmal über den gestutzten Haaransatz über ihrem Schlitz. Und wir redeten weiter…

…”Wollen wir das wiederholen?” “Sehr gerne. Aber ich muss dann auch gleich wieder los” Was ich sehr schade fand, es aber nicht kommentierte. Sie hatte ihre Gründe. “Ich bringe dich noch zum Auto.” “Brauchst du doch nicht.” “Mach ich aber…” Danke dir…” und sie grinste… suchten unsere Klamotten zusammen… brachte sie zum Auto… letzter Kuss für Heute… schaue ihrem Wagen nicht lange hinter her…

 

 

Nicht zum “Schuss” gekommen.
Ich habe mir danach noch nicht mal einen runter geholt.
Dennoch…

Ich hatte heute einen Traumhaften Abend, welcher mich ein wenig an mein erstes mal erinnerte. Sex als Umweg für Nähe und Zuneigung? Im Grunde ist der Sex das einzige gewesen, worauf ich heute hätte verzichten können. Es sind all die vielen kleinen und besonderen Momente, jedes einzelne Lächeln, das völlig zwanglose Beisamensein, die unaufhörliche Story des Lebens, nur ein weiteres Kapitel ohne Überschrift, kostbare Momente die mir alles bedeuten, in denen man nicht über morgen oder gestern nach denkt, tiefe Einblicke sobald die Dynamik des Gesprächs jeglichen zwängen entrinnt und wundervoll Persönlich wird, die hungrigen Augen die ohne Worte sprechen und lesen, die vergänglichen Fussspuren im Schnee, die Leidenschaft. Keine Phantasie kommt diesem nahe… erst recht nicht die, rein sexueller Natur… sie ist nur eine wage Vorstellung… eine Vision wie das Bild eines Künstlers, welches nur denjenigen so berührt, wie den Künstler selbst, der seine Erfahrungen mit ihm teilt. Dessen Entwurf Jahre braucht, um den Momenten des Lebens gerecht zu werden.
Es sind diese Kurzen vielen kleinen Momente die zählen. Wir waren nur 2 Kunden im Zoe, nur 2 Silhouetten im Dunkel der Nacht, nur 2 Menschen unter Millionen… wir waren selbst nur Momente… und wir waren schön…

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nicht weit…

Ich vermisse die Zeit, in der nur ein Schritt vor die Tür, ein Freiheitsgefühl in mir weckte. Kein schlechtes Gewissen, nicht den Briefkasten geöffnet zu haben.
Liquid D&B in den Headphones, im Stadtpark die hundert Meter langen Wiesen überschauen, der darauf schlagartig glänzende Tau, als die Sonne zwischen den Wolken hervorzubrechen scheint. Energie!
Spüre die Gänsehaut von den Fingerspitzen an, den ganzen Körper durch wandern. Sehe Vater und Sohn mit dem Hund spielen… sehe die 20 Köpfige Rumänische Familie mit Klappstuhl und 20€ Tankstellen Grill unter nem Baum herzlichst am lachen… sehe die Jogger, die Radfahrer, die Fußballer und Drachenflieger… sehe den Kendo Meister und seinen Schüler Barfuss auf der Wiese synchron traditionelle Bewegungsabläufe vollführen.. sehe die Pärchen und alten, die gemütlich den See bewundern… sehe abstrakte Hippies, die im Jamaika Morgen Mantel, bis unter den Arsch geflochtene Dreads, ne schöne 26 Zoll Lautsprecher Box an ner Autobatterie gekoppelt auf ner Sackkarre gestapelt vor sich hin schieben, die am Mikrophon Tiergeräusche nach amen und Greenpeace Plakate in die Luft schwängen…
für einen Moment scheint es, als würde jeder seinen Weg kennen, als wäre ich nicht zufällig hier, als hätte eine imaginäre Kraft gewollt, das ich all diese Dinge sehe. Als würde der gang in den Park, die Ketten des Alltags zerreißen, als dürfe man die nie enden wollenden Mahnungen und gelben Briefumschläge einfach im Briefkasten lassen, als könne man das Drecksloch von Wohnung dahinter auch gleich durch den Schlitz schieben, nen brennendes Streichholz samt seinem Handy mit rein werfen und weg damit. In irgend einen Bereich meines Gehirns verdrängt, den ich hoffentlich nicht vor meinem Tod wieder benötigen werde… nach dem Indischen glauben… schieb alles auf meine wiedergeborene Seele, die vielleicht in dem Körper eines Käfers das Sonnenlicht erblickt… Kakerlaken mit Stimmungsschwankungen die versuchen den Ratten ihren Chedda zu stehlen… Kamikaze Fliegen auf der Bratpfanne… Schizophrene Ameisen im Taubenn… lassen wir das!
Hier geht es nicht um Flucht… sondern nur um das Gefühl, dass sich durch meinen Körper schleicht, den Gedanken, die völlig Zwanglos Positive Tendenzen auf weisen, dieses Gefühl, Federleicht zu sein… jene Depressive Anstrengungen sich selbst zu ertragen, verflüchtigten sich von einen auf den anderen Moment… ich könnte ewig hier bleiben… meine gestopften Kippen neigen sich dem Ende… doch bis nach Hause ist es ja nicht weit…

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Polizei Einsatz – Hammerbrook? Anhang…

Während ich eben an dem Post “Wo brennt es denn?” arbeitete, erhielt ich einen Anruf… “Weist du warum gestern die Bahn still stand? Eine Frau ist vor den Zug gesprungen und sie mussten den Strom abstellen damit sie an die Gleise ran konnten…”

Elbe-Wochenblatt

Was mich ein wenig beschäftigt ist, das ich nur 10 Minuten früher hätte in die Bahn steigen müssen, und in dem Todeszug gesessen hätte… dass ich ca. 1 1/2 Std. nach dem Unfall über den gereinigten Tatort gefahren bin, und dabei an Mongolisches Essen dachte und geilen D&B über Kopfhörer hörte… hatte nämlich vor, später am Abend ein Restaurant zu besuchen… denke nun über den Zugführer nach und seine Psychologische Betreuung… frage mich, wie schnell sie den Tatort gereinigt haben… wie schnell die Spurensicherung und Beweisaufnahme abgeschlossen wurden… im wahrsten Sinne des Wortes: eine Glanzleistung!

Greetz out an Deutschland… Suizid ist nicht witzig…!!!

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Wo brennt es denn?

Es war… irgendwann… 2006…
Regulärer Feierabend 10:00 Uhr morgens… ich hatte eigentlich immer früher Feierabend gemacht. Stieg so gegen 08.30 Uhr auf mein Fahrrad, fuhr mal eine andere Rute, neben der U-3 Linie, die auf einem Hügel, Brücken und sonstigen Überführungen quer durch die Stadt verläuft. Fahre entspannt an einem Parkartigen Stück Wiese entlang, links von mir, die ganze Straße entlang beachtlich schöne Bonzen Einfamilienhäuser, von denen unser einer nur träumen kann. Mache halt auf einer Bank, um mir mein Feierabend Joint zu drehen, auf den ich mich schon seit 4 Std. freute. Steckte mir das Ding in den Mund, strampelte gechillt par Meter vorwärts, dabei in der Tasche nach nem Feuerzeug kramend, erkenne ich ca. hundert Meter vor mir einen Feuerwehrwagen… nach kurzem weiter rollen ne Straßen sperre, nen zweiten Feuerwehrwagen und Polizeikarren. “Wo brennt es denn?” fragte ich mich, den Joint angezündet, vom Fahrrad gestiegen, und mit einem leicht mulmigen Gefühl, am Rauchen. “Nicht das mir gleich ein Bulle entgegen kommt”… dachte ich nur. Tod geraucht, schiebe ich nun mein Fahrrad ganz entspannt vor mir hin, bis ich direkt am Ort des Geschehens stehe, und verzweifelt nach Rauch suche.. sind es immerhin 3 Stolze Feuerwehrwagen, 4 Polizeikarren und ein Krankenwagen, die sich innerhalb der Straßensperre vor einem sehr schönen Einfamilienhaus mit großen Grundstück und nem schönen überdachtem Tor an der Grundstücksmauer, versammelt haben. Steht ein Trupp direkt vorm Tor… dachte an “Einsatzbesprechung” und ne “defekte Gasleitung” oder ähnliches… ohne weiter drüber nach zu denken schritt ich zu einem der Zahlreichen Reporter, die sich mit ihren Objektiv Kameras um die Sperre herum versammelten und eifrig knipsten… “Was zum Geier fotografieren die da?” “Der Typ will sich selbst umbringen!” “Welcher Typ?” “Da oben auf dem Tor!” blicke aus ca. 15 Meter Entfernung noch mal zum Tor, und erkenne klar und deutlich einen langhaarigen Südländer, mit einem kleinem schwarzen Kanister in der Hand über seinem Kopf, wie er sich damit selbst übergießt und einem kleinen Gegenstand in der anderen Hand. Wahrscheinlich ein Feuerzeug… erkenne nun, das die Bullen am Tor, versuchen auf ihn ein zu reden… höre den Selbstmörder wild am schreien, verstehe jedoch kein Wort. Sehe ihm für einen kurzen Moment direkt in die Augen, während er auch mich kurz direkt ansah… Weit aufgerissene Augen… sie schienen verloren… als würde er sie soweit wie möglich auf reissen um besser sehen zu können… als würde er nach etwas suchen… mit dem sich überschütten, begann der Rush der Journalisten und Fotografen die so nah wie möglich an den Ort des Geschehens hechten, den Moment aus nutzten, in dem die Situation zu eskalieren schien und die Sperre weitgehend unbeobachtet blieb… ein Bulle reagierte schnell, ging auf die Journalisten zu, war jedoch nicht in der Lage diese zu stoppen, die nun, aus allen Richtungen bedrohlich na kamen… irgendwas schien mich hinter ihnen her zu ziehen, wollte doch genauer erkennen was passiert… als völlig unerwartet der Wasserstrahler los ging, den Mann auf dem Tor mit einer Faustartigen Kraft ins Gesicht zu schlagen schien, um so gleich seine Beine an zu peilen, und ihn von seinem sicherem Halt riss, ihm die Beine weg fegte, und er auf seinen Hintern plumpste, nun den Rücken zur Straße gewannt. Er versuchte sich mit Händen und Füßen von der Kante zu drücken, den das Wasser schob ihn unaufhörlich weiter. Doch schon sehr bald verlor er die Kontrolle über seine Arme, als der Wasserwerfer seinen Rücken anpeilte, wobei der Wasserdruck ihm fast das Schwarze Shirt auszog. Sah nun unten wie die Polizisten, darauf vorbereitet, ne Leiter an das Tor stellten, ihn vor dem sicherem Fall abfingen, und ohne Umwege in einen Polizeiwagen zerrten… ich schnackte nach her noch kurz mit nem Fotografen der sich darüber beschwerte das man mit solchen Bildern kein Geld verdienen würde und fuhr dann nach Hause… ärgerte mich noch immer dieses veraltete Nokia 6210 in der Tasche zu haben… keine Cam!

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Polizei Einsatz – Hammerbrook Ersatzverkehr

Kein Plan ob sich wieder jemand vor die Gleise geworfen hat, oder was die Polizei sonst veranlasst hatte, Wilhelmsburg S-Bahn komplett dicht zu machen. Fazit… binnen 10 Min. sammelten sich knapp 200 Leute an der Straße und warteten, auf den, per Lautsprecher angesagten Ersatzverkehr… der erste Bus kam nach einer halben Std. und fuhr gerammelt voll an uns vorbei… der zweite hatte noch Platz führ Schätzungsweise 10 Fahrgäste… die nächsten Busse auch nicht besser… erstes Gerangel und Gefetzte… wie ich per Handy erfuhr verließen sämtliche Taxen im Kreis von mindestens 5 S-Bahn Haltestellen ihren gewohnten Posten um hier wie ein kranker Fisch von Piranhas umzingelt zu werden… mindestens 300 Meter Straßenrand wurden besetzt, doch die Busse parkten auf unterschiedlicher Höhe, was dazu führte, dass massen an Menschen versuchten den Bussen zuvor zu kommen, ihnen teilweise noch nicht mal die Zufahrt zur eigentlichen Bushaltestelle ermöglichten, als sie auf die Straße rannten bzw. gedrängt wurden… Fahrgäste die im Begriff waren hier auszusteigen wurden direkt wieder rein gedrückt und an die Fenster gepresst… wartende Fahrgäste fingen an zu schreien… Frauen mit Kinderwagen hatten gar keine Chance… “Deutsche Kultur” hörte man sie mit Akzent spotten…
Kam mir irgendwie die Idee… wenn eine Haltestelle schon so ein Chaos verursacht… was wäre, wenn so was Zeitgleich an mehreren Haltestellen geschehen würde?…
Ich hatte gar kein Bock auf das Getümmel… bestellte mir nen sehr leckeren Karamell Latte Machiato und nen Hähnchen Baguette beim Becker… unterhielten sich am Nachbartisch drei Junge Stundenten… “Ist bestimmt wieder einer vor den Zug gesprungen.” “Na, dann könnten die doch weiter fahren. Der ist ja eh schon Matsch…” bloss n Witz – dachte ich mir… fragte mich ob sowas representativ für unsere Gesellschaft ist… hatte mir mal einer erzählt, das wärend seines halb jährigen Praktikums beim HVV die interne Statistik für die Haltestelle Wandsbekmarkt damals einen Suizidversuch pro Monat festhielt… erinnerte mich, wie ich selbst mal einen Suizidversuch mit ansah – zwar keinen an irgendwelchen Gleisen – sondern mit Benzin und Feuerzeug – Details später – muss ich unbedingt noch n Post zu machen… fragte mich, wie vielen noch, von den anfänglich 200 Fahrgästen, dieser inteligente zusammenhang zwischen Polizei Einsatz und der Betriebssperrung in beide Richtungen einviel… wie viele darüber witzeln konnten… nicht dass ich das verurteilen wüde… so ist sie halt – unsere Gesellschaft, oder?
Ging nach ner gechillten halben Std. wieder an die Bushaltestelle… Sogar die S-Bahnwache war nun vertreten – 2 Mann – und versuchte Ordnung zu schaffen… ca. 50 Fahrgäste noch… stand genau vor der sich schließenden Bustür… Voll… kam die durchsage… „die S-Bahn fährt wieder. Bitte gehen sie alle wieder nach oben zum Bahnsteig!“… fuhr die erste S-Bahn, gerammelt voll, nach 5 Minuten vor… keiner stieg aus… die nächste konnte ich zumindest drinnen stehen… Fazit 2,5 Std. von Barmbek bis Harburg… hoch oben, von der Brücke aus, erkannte ich das Orange Violette Schimmern am Horizont… die unter gehende Sonne… Geil….

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Psychose Station: 2ter Termin (Ambulant)

Um so mehr Psychologen versuchen meine Paranoiden Zustände zu diagnostizieren, desto mehr unterschiedliche Diagnosen erhalte ich. Psychische Störung, Affektive Störung, Schizophrenie, Drogen induzierte Psychose… worauf der eine Psychiater verharrt, wird vom nächsten bestritten. Liegt wahrscheinlich an der Unmöglichkeit, einen Menschen nach nur ein oder zwei Sitzungen beurteilen zu können, doch selbst einen Monat nach meiner Entlassung aus der Psychiatrie, berichte ich, System bedingt, immer wieder neuen Ärzten von meinen Erfahrungen. Zumindest sind sich alle einig, das ich dringend Therapie bedürftig bin. Nun stehen mir Fragebögen der Krankenkasse, bezüglich meines Krankengelds ins Haus, die trotz der Abtretung der ärztlichen Schweigepflicht gegen über der Krankenkasse, auch meine Beurteilung meines Krankenverlaufs ein fordert. Klar ersichtlich, wollen sie prüfen, ob ich nicht doch in der Lage wäre meiner Tätigkeit nach zu gehen. Mit Paranoiden Suizid Gedanken, einem totalen Wirklichkeitsverlust und extremen Stimmungsschwankungen in einer Fabrik Mechanikertätigkeiten an gefährlichen Gerät wie 250 Grad heisse Pressen, Schleifbock etc. ausüben… was meinen Sie?

Was ich denen bei der Psychose Station bei meinem heutigen Termin natürlich verschwiegen habe, ist meine bewusste Entscheidung nicht mein ganzes Leben lang clean bleiben zu wollen. Was nach Junkie Denken klingt, beruht viel mehr auf der Ergründung meiner Psychischen Struktur, dem Verstehen Molekularer Feinstofflicher Prozesse in meinem Gehirn, um die mit dem Drogen Konsum verbundenen Risiken irgendwann abschätzen zu können.

“Was mir nach wie vor schwer fällt zu verstehen, ist, wie ein par Tropfen LSD, die nur solange im Blut des Menschen nachweisbar sind, wie die Wirkung anhält, einen Menschen auch lange nach dem Konsum in seiner Psychischen Struktur beeinflussen können, sie sogar Irreversibel Schädigen können.” sagte ich zu der Ärztin.

“In wie fern beeinflusst diese Droge sind denn heute noch? Können sie es anhand einiger Beispiele beschreiben, was sich bei ihnen geändert hat?”

“Vor meinem Horror Trip (welcher Ende September eintrat) bin ich ein Pessimist gewesen, nicht fähig zu Lachen und Freude zu verspüren. Nur wenige Tage danach, war ich wie ausgewechselt in der Lage das Leben zu genießen. Auf der anderen Seite vergieße ich wieder echte Tränen. Nicht falsch verstehen. Es fühlt sich gut an, bewusst weinen zu können. Sei es ein guter Film, oder gute Musik die mich innerlich berührt. Darüber hinaus ergreift es mich, eine Zeitung auf zu schlagen… Wie wenn man als Kind seinen ersten Horror Film sieht. Bilder verschiedener Tragödien, Kinderarmut etc. ertrage ich nur schwer.”

“Sie sind also Sensibler, Emotionaler geworden?”

“Ja. Aber nicht nur das. Ich gehe dem Leben Aktiv entgegen, gehe auf Menschen zu, bin wieder neugierig wie ein Kind.”

“Ich würde nicht sagen, das dass unbedingt auf die Drogen zurück zu führen ist.”

“Was ist den mit mir passiert, als meine Psychose artigen Zustände eingetreten sind? Was ist auf Molekularer Ebene passiert? Und wieso sind die Nachwirkung so lang anhaltent?”

“Es ist so, dass in jedem Menschen, die Möglichkeit Psychotischer Zustände besteht. Genauso wie auch z.B. Epilepsie. Einige Menschen erleben Psychosen auch ohne den Einfluss von Drogen. Bei anderen dagegen kann die Einnahme von Drogen, besonders Halluzinogene Drogen, eine Psychose bzw. Psychotische Zustände stark begünstigen, während wieder andere Menschen trotzt starkem Konsum nie einen derartigen Zustand erreichen. Es hängt stark von der Vererbung, der Psychischen Entwicklung und dem Akuten Setting, den äusseren Umständen und Einflüssen während des Rausches ab, ob ein Mensch Psychotisch reagiert oder nicht. Halluzinogene Drogen wirken sich sehr stark auf eine Hirnregion aus, die dafür zuständig ist, Situationen zu bewehrten. Droht mir Gefahr? Ist das was ich gerade erlebe, sehe, fühle gut oder schlecht? Durch die veränderte Wahrnehmung, den unbekannten Sinneseindrücken, und der Überflutung dieses wichtigen Hirnareals, verlieren wir die Fähigkeiten die Situation richtig ein zu schätzen, so wie es bei ihrem Horror Trip der Fall war, als ihre Starken Paranoia einsetzten. Verfolgungswahn, Todesängste etc. Nun steckt in jedem Mensch ein gewisses Potenzial in eine Psychose zu geraten, doch bei jedem Menschen ist die Schwelle von z.B. Stress oder Angst, die diese Zustände auslösen können sehr unterschiedlich. Als Gedanken Modell verstehen wir das so, wie wenn man eine Tür im Gehirn öffnet.”

“Dann ist dieses Spezielle Hirnreal also ausschlaggebend dafür, wie ich mit gewissen Situationen umgehe? Das gleiche Hirnreal, welches auch dafür zuständig ist, diese Situationen zu bewährten, die meine Krankhaften Eifersüchte, Verlustängste und so weiter auslösten bzw. begünstigten? Kann man dieses Hirnreal nicht trainieren? Ich meine, das Gehirn wird doch bei allem weiter entwickelt. Man muss nur wissen wie man die entsprechenden Hirnreale gezielt fordert, zu einer Umstrukturierung zwingt, wie die Hirnreale, die sich weiter entwickeln wenn ein Mensch z.B. Billard spielen lernt, dessen Bewegungen immer feiner werden, wobei ja auch ein bestimmtes Hirnareal dafür zuständig ist.”

“Das ist durch aus möglich, aber bestimmt sehr schwierig. Das Gehirn entwickelt sich immer weiter. Wir wissen seit einiger Zeit, das dass Gehirn selbst im hohen Alter noch lern fähig ist, und sich stetig weiter entwickeln kann. Ob sie damit ihre “Schwelle”, ihre Tendenzen, Psychotische Zustände zu erreichen, reduzieren können, kann ich ihnen nicht beantworten, aber ich glaube, sie werden ihr Leben auch ohne LSD genießen können.”

“Klar doch. Worauf ich hinaus will ist, das ich durch selbst Analyse ja schon einige unangenehme Psychische Zustände, mein LSD Horror Trip und meine MDMA-2CB Psychose mit einbezogen, verlassen konnte. Bis heute habe ich mich viele male erfolgreich Selbsttherapiert, und dass in sehr kurzer Zeit. Alleine nur das, sich bewusst werden, dass diese Zustände irrational sind, nimmt mir schon enorm viel Spannung.”

“Nun ja. Dass, was im Kopf vorgeht, das, sich bewusst werden, dass diese Emotionen Irrational sind, ist auch nur eine Übersetzung unserer Gefühle. Es ist sehr schwierig einen echten Zugriff auf unsere Gefühle zu erlangen…”

“Ja aber genau den habe ich erlangt. Ich bin mittlerweile in der Lage meine Emotionen, meine inneren Empfindungen zu kategorisieren. Ich habe zwar keine Namen dafür, aber ich erkenne sie wieder, wenn sie eintreten. Ich unterscheide nicht nur zwischen Angst, Wut und Freude. Da gibt es sehr viel mehr Abstufungen dazwischen. Ich habe erst kürzlich durch logisches nachdenken, durch selbst Analysen, eine extrem starke Spannung in mir gelöst bekommen. 2 Std. lang hatte ich einen ähnlichen Zustand, wie ich ihn bei meiner Psychose hatte… genau die gleichen Gefühle die mich 3 Wochen langen quälten, die ich damals schon reduzieren konnte, in dem ich mir selbst, diese, mit dem Kontext meiner Vergangenheit erklären konnte. Ich hatte mich gefragt “Warum fühle ich mich so, wie ich mich jetzt fühle?” Über verschiedene Gedankenansätze suchte ich nach Antworten, fand nach und nach immer mehr, stieß auf Vergangene Erfahrungen, auf Erinnerungen, die erschreckende Paralelen zu den Akkuten Situationen aufwiesen, erkannte gewisse Mechanismen in mir, die mit den Psychotischen Zuständen, den Krankhaften Emotinen einher gingen, wurde mir aber bewusst, das meine Ängste nur auf unbewussten Denkmustern beruhen, nicht aber auf tatsächlichen Gefahren. Und genau diese Gefühle, dieser Psychische Schmerz, verpuffte ganz schnell. In nur wenigen Sekunden löste sich die Spannung auf.”

“Würden sie mir eine solche Situation genauer schildern?”

“Nun. Ich sah vor ungefähr 2 Wochen im Internet, auf der Partnerbörse, wo ich Shirin kennen lernte, das sie ihren Account gelöscht hatte. Sie wissen… Shirin, das Mädchen dass ich durch meine Eifersuchtsausbrüche (meiner Drogen induzierten Psyhose mitte November) verloren habe. In diesem Moment ging es mir unendlich dreckig. Es zerriss mich förmlich. Fühlte mich wieder genauso, wie während der Psychose. Konnte es nicht ausschalten. Ich fragte mich, warum tut es immer noch so weh? Ich kannte sie doch kaum, und unsere “Trennung” ist doch schon lange her. Ich ging verschiedene Gedanken Sätze durch, doch ich konnte keine Antwort finden, bis mein Bruder auf den entscheidenden Faktor stieß, als ich ihm davon erzählte. Während Shirin ihr leben weiter lebt, das löschen ihres Accounts wahrscheinlich das kennen lernen eines neuen Mannes bedeutet, ist ja ne Partnerbörse, stagniere ich in meinem Leben. Ich habe keine neue Freundin! Nun. Warum quält mich das so? Als meine Eltern sich trennten, war mein Vater am Boden zerstört. Doch er sammelte sich und lebte sein Leben weiter, bis auch meine Mutter einen neuen Mann kennen lernte, und mein Vater daraufhin krankhaft eifersüchtig wurde. So dermaßen eifersüchtig, dass er alle seine Freunde verlor. Sie verdächtigte, sie hätten mit meiner Mutter geschlafen. Er verdächtigte alle. Sie müssen wissen, dass mein Vater sich bis heute nicht von der Trennung erholt hat. Wie oft der mir, während meiner Kindheit von seinen Suizid Gedanken erzählte, ich konnte es nicht mehr zählen. Oft sagt er mir, selbst heute noch, er wolle keine Frau mehr haben. Heute weis ich auch warum. Und heute weiss ich, dass ich mich, in diesem Moment als Shirin in meinen Augen einen neuen Mann gefunden hatte… dass ich mich in die Rolle meines Vaters hinein reflektiert habe. Dachte unbewusst, dass mich nun das gleiche Schicksal ereilt, wie das meines Vaters, doch im grunde weis ich doch, dass das Schwachsins ist. Meine Vater hat Entscheidungen getroffen, die ich jedoch nicht treffen muss. Mit dem bewusst werden dieses Gedanken Konstrukts, welche meine Negativen Emtionen ansteuerte bzw. hervor rief, wurde mir klar, dass ich nicht in der Haut meines Vaters stecke, und dass mich mein Unterbewusstsein Pauschal mit Ängsten bombardierte, die für mich völlig Sinnlos waren. Die Spannung verflog sofort… die unbewusste Angst, das gleiche zu durch leben wie mein Vater, wurde bewusst völlig Irrational und verstummte sofort.”

“Das ist sehr beachtlich. Klar ist, sie brauchen definitiv eine Therapie. Und als Tip für die Zukunft… Machen sie dass, so oft sie können. Hören sie nie auf ihr Gehirn darauf zu trainieren, diese Mechanismen in ihnen zu erkennen und dagegen an zu steuern. Ihr Körper reagiert völlig automatisch auf diese Situationen… nur wenn sie Kontinuierlich so weiter machen, haben sie eine Chance ihre Psyche irgendwann in den Griff zu bekommen.”

Nur so, werde ich irgendwann fähig sein, LSD konsumieren zu können…

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Sobald ich schreib

Das schreiben verlangt mir alles ab. Mit jedem Satz das Gefühl, eine kleine Zelle meiner Seele abzutöten. Selbstreflexion? Mentales Röntgen… Warte auf den Neuronalen Krebs. Leben ist Illusion. Bewusstsein nur Halluzination. Die Realität ist dehnbar geworden und nichts mehr wert. Wo ist die Entschlossenheit geblieben, mit der ich meinen Eltern sagte, „ich werde niemals rauchen!“ Lutschte den Tropfen von meinem Handrücken und sah, des Schicksals Ironie, die Welt mit den Augen eines Kindes. Entdeckungstour in dem Alltäglichen. Vermied es zu zwinkern. Jeder Moment zu Kostbar um ihn zu verpassen. Wie das erste mal nackte Titten durchs eigene Auge sehen… Die geloopte Baseline schlug Tsunamis in die Luftpartikel… Gehörgänge geflutet. Der mentale Geschmack von Säure im Hirn. Reptilienrezeptoren… Überreste des Urmenschen? Synthetische Codes hacken den Geist… Sinneserweiterung? Animalisches Auge… Vergesse das Gefühl von Zeit. Vergesse jegliches Bewusstsein für das „Gleich“ oder das „Eben“. Vergesse all die harten Feiler meiner Psychischen Struktur, jegliche Grenzen meines Geistes, jede gewohnte Rute, jene starre schwere Schienen, denen meine Gedanken sonst schmerzhaft folgten. Neurologische Geisterfahrt, blind Richtung Nirwana, kurz vor dem totalen Crash, der kurze Ausblick, aus dem Kreislauf des Leidens. Durchbreche die harte Schale des Universums, welche ich Seele Schimpfe. Wiege mich Emotional in den Schoß meiner Mutter, wie damals als ich Kind war, wie damals als mein Lächeln noch echt war. Sehe über den Kopf meines Vaters hinaus, der mich hoch oben auf seinen Schultern trägt, das breite Lächeln des Lebens, die Stimme Gottes die mir flüstert „Du hast mich nie enttäuscht.“

Alles Illusion. Starre Ikea Geometrie, Plattenbau Blockhäuser, Leben im Würfel, Aerodynamische Karosserien, Vernetzte Infrastruktur, dem Hecktischen Workflow einer Ameise verfallen. Systematisch denken, systematisch handeln, systematisch fühlen, systematisch leben, systematisch sterben. Erkenne den neuronalen Käfig in meinem Kopf, die Gitterstreben angesägt, den Gürtel am Heizungsriemen verschnürt, mit nem Löffel in die Wand gravierte Worte „Entscheide dich!“ Psychopfuscher verteufeln den Freigeist, erklären für Krank, wer Gottes Stimme vernahm… der starke Kontrast, die Gemeinde betet zu Gott… der Imaginäre Anker hält Stabil. Borderline Wirtschaft, Schwarzweiss denken, Verlust oder Gewinn… Töte deine Phantasie, ignoriere deine Träume, sei Rational, lebe rationiert! Ich fühle nichts mehr. Bin glücklich auf kosten der Leidenschaft. Funktioniere wie das kleinste Rädchen einer Atomuhr… nur in eine Richtung. Schwimme gen Strom, gehe unter wie ein Stein. Entspreche der Norm oder ende als Freak. Arschkriecher Gesellschaft… das größte Arschloch an der Spitze. So war es immer, so wird es immer sein, nur an der Front, da nehmen wir die erste Reihe ein… Selbstreflexion?… Reise in die Vergangenheit. Der Tag X… zu oft geschrien und geweint… Biographie des Schmerzes, im Kontext, Liebe getriggert mit Leid… ich würde am liebsten vergessen, denn es kostet mich soviel, wenn ich schreib…

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